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01/24/2007: "Geen debat tussen RAF en Stasi in Duitsland"

In Duitsland zou gisteravond in Berlijn een discussie plaatsvinden tussen voormalige RAF-lid Inge Viett en ex-Stasi officier Horst Franz die sinds 1985 de baas was van de antiterrorismeafdeling van het Ministerie van Veiligheid.
IngeViett (17k image)
Inge Viett in haar jongere jaren
Zoals bekend bood de voormalige DDR onderdak aan verschillende RAF-leden waaronder Viett. Zij trok zich echter terug omdat het organiserende dagblad (en voormalig DDR partij-orgaan) Neues Deutschland haar een „RAF-Aussteigerin“ had genoemd.
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Het zou uiteraard een interessant debat hebben kunnen opleveren tussen de voormalige terroriste (of spreken we dan in burgelijk ideologische termen en dienen we het hier te hebben over 'gewapend verzet'?) en een ex-kaderlid van de geheime dienst van de voormalige DDR. Viett zat vanaf 1982 in de DDR ondergedoken en werd in 1990 na de val van de muur alsnog opgepakt.

Duitsland staat voor het 30ste herdenkingsjaar van de zogeheten Duitse Herfst, waarmee de periode van de gewapende strijd van de RAF wordt aangeduid. Ongetwijfeld zullen in Duitsland opnieuw tal van discussies worden gevoerd over deze periode, al was het alleen maar over de speculaties rond de mogelijke vrijlating van ex-kopstukken als Brigitte Mohnhaupt en Christian Klar. De afgelaste discussiebijeenkomst was ook in dit kader georganiseerd.

In het voormalige orgaan van de Jongerenorganisatie van de DDR, de FDJ, gaat Viett in op haar redenen om haar optreden af te zeggen. Het blijkt dat ze zich enorm gestoord heeft aan de term „RAF-Aussteigerin“, waarmee dus aangegeven wordt dat ze de RAF verlaten heeft. In uiterst lange zinnen geeft ze er blijk van het langdradige RAF-proza uit de jaren zeventig en tachtig nog steeds uitstekend te beheersen.

De vraag blijft of het gebruik van deze term de werkelijke reden is om van het geplande optreden af te zien.

Lees en onderdeel zelf!

Die von Ihnen im ND und junge Welt per Anzeige angekündigte Veranstaltung »30 Jahre Deutscher Herbst« wird mit mir nicht stattfinden. Offensichtlich sind Sie und ich von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Sie wollen eine Veranstaltung mit der »RAF-Aussteigerin« Inge Viett. Die gibt es nicht. Und ich wollte eine Veranstaltung mit einer linken Tageszeitung zur DDR, der Rolle der Staatssicherheit, deren Verhältnis zum bewaffneten Kampf und wie sich dieses Verhältnis für mich damals praktisch zeigte. Darüber haben wir kommuniziert.

Ich habe ein gewisses Maß an autonomem Geschichtsbewußtsein vorausgesetzt bei Ihnen. Statt dessen zeigen mir die Aufmachung der Anzeige, der Rückgriff auf die Terminologie des Staatsschutzes und der bürgerlichen Politologen, Historiker etc., daß ich danebenlag. Die Frage, warum Sie mich nicht als ehemalige Aktivistin des bewaffneten Kampfes oder als ehemalige DDR-Bürgerin mit Guerilla-Erfahrung, oder als Autorin, oder als jetzige Aktivistin gegen Ausbeutung und imperialistische Kriege angekündigt haben, sondern genau auf der Linie der Konterrevolution von 1977 und 1989 operieren: Die diabolische Verquickung von »Terrorismus« und Staatssicherheit, (Schleyer – RAF – DDR – RAF-Aussteigerin ), diese Frage beantworte ich damit, daß Sie die Thematik revolutionärer Gewalt mit den Augen derer, gegen die sich diese Gewalt wendet, betrachten. (Nicht plump, nein, sondern eben links-bürgerlich) Das aber sind für mich geschichtlich blinde Augen. Sie erkennen und anerkennen nur die gegenwärtige Legalität, die Ordnung, die bestimmte Räume für Kritik und Protest beläßt und darum als »demokratisch« gelten, die umzustürzen aber verrückt oder kriminell ist. Da war die Staatssicherheit der DDR zum Glück weiter, auch wenn wir sie damals in ihrer friedlichen Koexistenzpolitik gestört haben. Diese »Ordnung«, die nackte und versteckte Gewalt zu »Recht« macht und mit diesem »Recht« die Welt unterwirft und verwüstet – was treibt linke Journalisten, dieses System, diese »Legalität« gegen eine gewaltsame Revolte, gewaltsamen und militanten Widerstand –geschichtlich und gegenwärtig- zu beschützen? (Durch Mainstream-Journalismus)

»30 Jahre deutscher Herbst« heißt doch: 30 Jahre Weiterentwicklung von Destruktion und Barbarei in den Gesellschaften, von aggressivem Klassenkampf von oben, von neoliberaler Manipulation, von repressiver und militärischer Durchsetzung imperialistischer Interessen, von kriegerischen Raubzügen der imperialistischen Staaten. Und das heißt auch: 30 weitere Jahre fiebrigen Suchens nach Mitteln und Möglichkeiten, den ständig mutierenden Moloch aufzuhalten. Ist es da nicht mal langsam an der Zeit, daß eine linke Tageszeitung dem staatlichen bürgerlichen Mainstream bezüglich umstürzlerischer revolutionärer Gewalt gegen diese Maschinerie widersteht und ihre Kritik an dem bewaffneten Widerstand vor dreißig Jahren aus einer anderen Perspektive entwickelt? (...)

Genauso verhält es sich auch mit dem Verständnis der Staatssicherheit der DDR: Wo die Welt von imperialistischen Geheimdiensten mit Konflikten, Attentaten, Entführungen, Konzentrationslagern, Gefängnissen und Folterstätten überzogen wird und die olitische und intellektuelle Elite sämtlicher westlicher »Demokratien« dabei zuschaut, wie für diese Geheimdienste ein rechtloser Raum geschaffen wird, in dem sie frag- und straflos ihrem mörderischen Handwerk fürs Kapital nachgehen können, da ist es eine weitere Unverschämtheit, wenn die Kritik am sozialistischen Geheimdienst und seinen Methoden auf dem ideologischen Boden seiner Gegner stattfindet. Die Verhältnisse, die einen antikapitalistischen Gesellschaftsentwurf ohne Geheimdienste möglich sein ließe, gibt es noch nicht. Das wissen auch Cuba, Venezuela und Bolivien sehr gut. (...)


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